Symptomkreis

Ängste & Panikattacken

Den Teufelskreis der Erwartungsangst durchbrechen und wieder freier atmen.

Wenn die Angst die Kontrolle übernimmt

Angst ist eine lebenswichtige biologische Schutzfunktion unseres Körpers. Sie macht uns in Bedrohungslagen hellwach und handlungsbereit. Der Körper stellt in Sekundenschnelle Energie bereit – der Puls steigt, der Blutdruck geht nach oben, Adrenalin schießt ein. In Urzeiten endete dieser Zustand in Flucht oder Angriff, wodurch die Energie abgebaut wurde und das System sich wieder entspannte.

Auf der Ebene unseres vegetativen Nervensystems sorgt der Sympathikus für diese extreme Leistungssteigerung, während der Parasympathikus danach die Entspannung einleitet.

Manche Menschen neigen biologisch dazu, dass die Energiebereitstellung in stressigen Situationen sehr schnell übermäßig stark ausfällt. Wenn diese bereitgestellte Energie nicht abgebaut wird, bleibt die Anspannung im Körper bestehen.

Typische Symptome:

  • Schwindel, Mundtrockenheit und Weiche Knie
  • Atembeklemmung, Kloß im Hals, Hyperventilation
  • Herzklopfen, Herzrasen und Herzstiche
  • Kälte- und Hitzeschauer, Zittern
  • Kribbeln in den Händen und Füßen
  • Flaues Gefühl im Magen, Todesangst
Ruhe finden

Der Teufelskreis der Erwartungsangst

Eine Panikattacke entsteht dann, wenn wir die natürlichen körperlichen Stressreaktionen (wie Herzklopfen oder Schwindel) nicht als biologisch harmlos annehmen, sondern sie selbst als Gefahr interpretieren.

Daraus entsteht ein Teufelskreis: Die Angst vor der nächsten Attacke (die sogenannte Erwartungsangst) führt dazu, dass Sie ständig Ihren Körper überwachen. Dies verstärkt die Anspannung und provoziert die nächste Panikattacke.

Eine Panikattacke erreicht nach etwa 10 bis 20 Minuten ihren Höhepunkt und flaut dann von selbst ab. Sie ist organisch völlig harmlos. Dennoch hinterlässt sie tiefe Verunsicherung. Je früher Sie sich Unterstützung holen, desto leichter lässt sich dieser Kreislauf stoppen.

Effektive Methode

EMDR als schnelle Hilfe bei Ängsten & Panik

Neben verhaltenstherapeutischen Ansätzen hat sich EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) als hocheffektives Werkzeug bei Ängsten bewährt. Durch angeleitete, schnelle Augenbewegungen (oder andere bilaterale Stimulationen) werden beide Gehirnhälften abwechselnd angeregt. Dadurch werden emotionale Blockaden im Gehirn neu verarbeitet, was oft schon nach wenigen Stunden zu einer spürbaren Angstminderung führt.